
Alle, die in einem friedlichen Europa aufwuchsen, können die Schrecken des Zweiten Weltkrieges, die unsere Vorfahren erlitten, aber auch verursachten, kaum begreifen. Umso wichtiger ist es, am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus angemessen zu gedenken.
Gerade für Berlin hat dieser Tag eine besondere Bedeutung, begann und endete die nationalsozialistische Gewaltherrschaft doch in unserer Stadt. Daher wäre es angemessen, den 8. Mai mindestens alle fünf Jahre im Rahmen eines Feiertages zu begehen. So könnte der herausragenden Bedeutung dieses Tages für Berlin, Deutschland und Europa Rechnung getragen werden. Im vergangenen Jahr konnte die SPD sich damit durchsetzen, das 80-jährige Kriegsende in Berlin zu einem ganzstädtischen Feiertag zu machen. Auch fünf Jahre zuvor war dies bereits schon einmal der Fall.
Auf einen dauerhaften Feiertag im Fünf-Jahres-Rhythmus konnten sich die Regierungsfraktionen im Abgeordnetenhaus aufgrund des Widerstands aus Reihen der CDU‑Fraktion nicht einigen. In der kommenden Wahlperiode werde ich gemeinsam mit der SPD-Fraktion weiter dafür einsetzen, dass Berlin den Tag der Befreiung entsprechend würdigt.
Ich werde am Sowjetischen Ehrenmal in der Brodauer Straße am 8. Mai an einer Kranzniederlegung teilnehmen.