Das verlassene Wernerbad 2012 - Im Schilf ist Knautschke zu sehen

Bereits zweimal sind Verhandlungen mit möglichen Betreibern gescheitert. Auch der dritte Versuch (erneut mit dem kommunalen Klinikbetreiber Vivantes) steht unter keinem guten Stern. In den Gesprächen zwischen Senat, Berlinovo (als vorgesehene Bauherrin) und Vivantes (als Betreiberin) zeigt sich, dass die geplante Nutzung wohl nicht wirtschaftlich machbar sein wird. Dies erfuhr ich aus einer parlamentarischen Anfrage.

Seit Jahrzehnten steht das Wernerbad leer, dabei fehlt es an Platz für allerhand soziale Infrastruktur, u.a. für Pflege. Dass der Senat, der Bezirk, und die kommunalen Betriebe Vivantes und Berlinovo sich seit Jahren nicht einigen können, ist inakzeptabel. Das Wernerbad war jetzt lange genug ungenutzt und verlassen. Es wird Zeit, sich zu einigen und endlich mit dem Bauen zu beginnen! Ich werde das weiterverfolgen.

Auf dem Gelände war eine stationäre Pflegeeinrichtung für 160 Personen geplant. Die ersten Berechnungen für eine wirtschaftliche Miete des Geländes zeigen Kosten deutlich über vergleichbaren Neubaumieten. Aus Sicht der Berlinovo sind diese hohen Mieten jedoch notwendig, um die Baukosten für die Errichtung der Pflegeeinrichtung überhaupt zu refinanzieren.

Der Senat zweifelt das an und hält auch die Berechnung der Umlage auf die Miete für falsch. Deshalb hat der Senat klargestellt, dass die geplante Miete „nicht tragfähig“ sei. Dies wird von der Berlinovo nun geprüft.

Eine alternative Nutzung ist aber auch nicht in Sicht: Der Senat sieht die geplanten Pflegeplätze, insbesondere für Kurzzeitpflege, aufgrund der alternden Bevölkerung in Marzahn-Hellersdorf als dringend notwendig an. Bevor die Baumaßnahmen losgehen, müssen in jeden Fall die Pinguine und das Nilpferd Knautschke vom Berlinern Künstler Erwin Kobbert gesichert werden. Am liebsten wäre mir, wenn meinem Vorschlag gefolgt wird, die Plastiken für die Gestaltung des neuen Kombibades mit einzuplanen.