
Mit der Änderung des Berliner Straßengesetzes in der vergangenen Woche ist die Frist für das Aufhängen von Wahlplakaten nun sieben Wochen vor der Wahl ab 12 Uhr mittags.
Ich freue mich darüber, dass ich mich mit der Idee durchsetzen konnte. Genauer: es war die Idee meines Mitarbeiters, der in einem anderen Wahlkreis auch für die SPD plakatiert hat. Er hatte mich sofort überzeugt.
Bereits viele Male war ich mit ehrenamtlichen Parteimitgliedern tiefnachts auf den Straßen und habe bei Wind und Wetter Wahlplakate aufgehängt. Aber erst, wenn wir dann am nächsten Tag im Hellen weitermachten, entstanden immer wieder positive Gespräche zur anstehenden Wahl mit zuschauenden Passanten. Dies wird hoffentlich jetzt häufiger passieren: Die Bürgerinnen und Bürger sollen sehen, dass Wahlkämpfe keineswegs einfach ‚von denen da oben‘ geführt werden, sondern nur aufgrund engagierter Nachbarinnen und Nachbarn möglich sind. Deshalb beginnt das Aufhängen der Wahlplakate der Parteien jetzt in Berlin immer 12 Uhr mittags am Sonntag.
Zuletzt fanden sowohl die Bundestags- als auch die Abgeordnetenhauswahl mitten im Winter statt. Das war für die Ehrenamtlichen nicht nur unangenehm kalt, sondern durch Glätte in der Dunkelheit auch zunehmend gefährlich auf den hohen Leitern. Durch diese Änderung wird das ehrenamtliche Engagement jetzt sichtbarer, sicherer und zugänglicher. Mehr Menschen als bisher können nun mithelfen – dafür muss man auch kein aktives Parteimitglied sein.